ITINERARIO SOMMER 2026
(Rundreise
durch Westafrika: Togo, Benin und Ghana)
Fischereihafen und Fischmarkt in Elmina - Ghana (Copyright © 2026 Thomas Knob. All rights reserved.)
| Di, 11.8.: |
7:50 verspäteter Abflug von Wien-Schwechat (am Zielflughafen steht aufgrund von Reparaturarbeiten nur eine von drei Landebahnen zur Verfügung). 9:20 Landung in Brüssel (BELGIEN). Terminalwechsel. Ab 12:50 angenehmer Weiterflug mit einstündiger Verspätung über Nordostspanien, Mallorca und stundenlang über die Sahara zum Atlantik. Lesen (Harper Lee, Wer die Nachtigall stört). Zwischenlandung um 17:20 (-2) in Accra (GHANA). Nach dem Ausstiegs vieler Passagiere langwierige Gepäcksidentifikationen der noch in der Kabine vorhandenen Taschen und Koffer. Ab 18:20 die Küste entlang zum Zielflughafen Lomé (1,7 Mio Ew., Hauptstadt von TOGO: 57 000 qkm, 9,6 Mio. Ew., GDP p. c. 1000 $; zum Vergleich: Österreich 2026 ca. 68 000$). Landung 18:50. Nach der Immigragion ab 20:20 mit dem für die Reise vorgesehenen Agenturbus der lokalen Agency TransAfrica (und dem großartigen deutschsprachigen - insgesamt fünfsprachigen - Guide Armstrong, der mit seinem Fahrer Augustin Ewe, eine Kwasprache mit Tonhöhenphonemen, deren Sprechervolk durch die willkürlichen Grenzziehungen von 1956 auf alle drei Reiseländer aufgeteilt wurde, spricht) zum leicht kasernenartigen Onomo-Hotel am Atlantikstrand. 21:00 Zimmer. |
| Mi, 12.8.: |
6:30 Frühstück (meist Omelette, Brot, Butter, La vache qui rit, Kaffee, Früchte bzw. nur manches davon oder einiges mehr), kurzer Spaziergang zum Strand. Reisewetter fast immer gleich: den ganzen Tag über 25° bis 28°C im Schatten, bei Wind angenehm, in der Früh bedeckt, ab Mittag immer heißer bei stechender Sonne und vor allem im Süden hoher Luftfeuchtigkeit. Manchmal Regen. (Die Regenzeit endet in ein, zwe Monaten.) 7:30 Briefing und 8:20 Abfahrt zur Stadtbesichtigung. Zunächst Richtung Westen am Strand entlang (Beobachtung von Fischern, die - in einer Reihe hintereinander stehend - Netze aus dem Meer ziehen), vorbei am Palais de Lomé (dem alten Gouverneurspalast), bis zur Grenze nach Ghana. Dort auf dem Schwarzmarkt Geldwechseln (CFA-Franc für Togo und Benin, Cedi für Ghana). Dabei Beobachtung des Markttreibens rundherum. Um 8:50 in die Innenstadt zum Unabhängigkeitsmonument Monument de l'Independance, dem Hôtel 2 Février (dem nicht besonders hohen, aber höchsten Gebäude von Togo, das anlässlich der "Wiederauferstehung" des totgeglaubten Staatspräsidenten nach einem vom Volk bejubelten Flugzeugabsturz als eine Art Trotzmonument errichtet wurde) und dem Palais de congrès. Weiter zur Cathédrale du Sacre Coeur und zum Grand Marché. Besichtigung. Ab 10:30 in 20 min zum Fetischmarkt. Besichtigung und Besuch des Tempels (einer Hütte) eines Fetischpriesters. 11:45 auf der N2 nach Osten. Vorbei am Lac Togo (dem mit 64 qkm größten See des Landes), dann entlang des Strandes nach Aného (Petit Popo; in deutscher Zeit Sitz der Kolonieverwaltung) und nach der Brücke über die Monomündung Mittagspause im Restaurant Hotel Oasis. Nach Wechselgeldherausgabeproblemen (aber immerhin Kartenzahlmöglichkeit) erst um 14:00 wieder über den Mono auf der N4 und der N36 durch grüne (Maniok- und Mais)landschaften ins Dorf Gaito Condji des Ewe-Volkes zur Beobachtung einer beeindruckenden Voodoo-Zeremonie mit Trancetänzen. (Der Voodookult ist allgegenwärtig. Viele Autofarer haben z. B. anstelle einer Versicherung eine Voodoopuppe im Fahrzeug, an Häusern sind Fetische angebracht etc.). Ab 15:20 zurück Richtung Meer und zur Grenze. Langwierige Formalitäten von 15:40 bis zum Übertritt nach BENIN (ca. 114 800 qkm, rund 15 Mio Ew., GDP p. c. 1800 $) in Hilla Condji um 17:50 (+1). Danach auf der RNIE 1 entlang des Strandes von Grand-Popo, erneut über den Monofluss und in einem großen Bogen vorbei am Lac Ahémé nach Ouidah. Durch die Stadt (auf der Straße befranste übergroße, kegelförmige Zangbeto-Geistermasken, unter denen die Träger nicht sichtbar sind) südwärts über die Straße der Sklavenroute, beim Tor ohne Wiederkehr rechts ab und um 19:40 ins schön gelegene Hotel La Casa del Papa am Atlantik (mit Sandstrand und brandenden Wellen). 20:30 Abendessen (das schon bei der Ankunft bestellt wurde), 22:30 Zimmer. |
| Do, 13.8.: |
6:30 Rezeption (Lesen, Internet, das im Zimmer - eigentlich einer Doppelstrandhaushälfte - wie sehr oft nicht funktioniert), 7:30 Frühstück. 8:30 Abfahrt Richtung Sklavenroute (UNESCO Weltkulturerbe; 1441 erstes portugiesisches Sklavenschiff; bis 1885 weitere). 8:45 bis 9:00 Besichtigung des Sklaventors (und eines nachgebauten Sklavenschiffs). Weiter entlang Salz produzierender Mangroven zum nahen Baum der Rückkehr mit Voodootempeln in der Nähe. Danach in die Stadt zur Besichtigung des Sklavenmarktes und kurz danach - vorbei am Portugiesischen Fort (mit dem Museum für die Geschichte von Ouidah) - des Pythontempels (man bekommt echte Schlangen um den Hals gehängt) und der Basilique de l'Immaculée Conception (wo gerade ein Begräbnis stattfindet). Kurze Besichtigung der Fondation Zinsou. 11:00 Weiterfahrt zur und auf der Route des Péches (links Lagune d'Ouidah mit Mangroven, rechts Atlantiksandstrände mit Fischern; tw. absurde Geschwindigkeitsbegrenzungen bei ausnahmsweise guter Straße). Auf Höhe des Strandes Fidjrossè-Beach in die grüne und blumige wirtschaftliche Hauptstadt Cotonou (ca. 760 000 Ew.; auch Regierungssitz, obwohl die Landeshauptstadt mit Parlamentsitz Porto-Novo ist). Vorbei am Bio Guera Monument und dem Carrefour Bon Pasteur mit Monument um 12:00 zum Bestellen kurz ins Restaurant Livingstone (Ecke Rue Les Cocotiers und Rue 12.279) und gleich weiter zur 30 m hohen Statue L'Amazone und dem futuristischen Palais des congrès. Dann tw. zu Fuß, tw. vom Bus aus Besichtigung des Graffiti Mural of Cotonou an der Begrenzungsmauer des Hafens am Boulevard de la Marina. Durch das Botschafts- und Regierungsviertel vorbei am Centre Interrnational de conférence zurück zum Livingstone. 13:00 Mittagspause. 13:45 Weiterfahrt über die Rue 12.191 und wegen einer Baustelle auf langwieriger Umleitung ab der Catrefour Védoko über die Rue 2467 auf die RNIE 1, dann RNIE 2 nach Abomey-Calavi. Dort zur Embarcadere am Lac Nukoué (13:20). Um 13:30 phototrächtige Bootsfahrt nach Ganvié, wo die Dofinou = Wassermenschen in ihrem hölzernen Stelzendorf bzw. in ihren Booten leben. 15:15 Pause im Auberge Chez "M", 15:45 zurück nach Abomey-Calavi. Ab 16:20 mit dem Bus zurück zur RNIE 2, dann durch ein Ananasgebiet nordwärts. Langsame LKW fahren oft auf der linken Spur und werden rechs überholt. Suizidal wirkende Überholmanöver funktionieren durch Mitdenken (und gegebenenfalls Einbremsen) der im doppelten Wortsinn Entgegenkommenden. Schlaglöcher werden (auch mithilfe der linken Spur) umfahren, der Empfehlung "Sperrlinie" wird selten gefolgt. In Gaouto links ab bis zur RNIE 4 und auf ihr ins südliche (in der Innenstadt gibt es ein zweites) BIS Hotel im Stadtbereich von Abomey (Zufahrt nach der Technischen Universität links). 19:30 Abendessen, mäßiges Internet im Rezeptionsbereich, 21:00 ins spartanische Zimmer. |
| Fr, 14.8.: |
7:30 Frühstück, 8:30 kurze Fahrt zum beeindruckenden Temple vaudou Caméléon in Adingnigon (entstanden im 21. Jhdt, die angeschlossene Anlage schon davor). Besichtigung. Um 9:10 weiter nach Abomey und mit Sicht auf Symbolfriese für ehemalige Könige, die Cathédrale und die neue Markthalle des Marché Houndjro zur Besichtigung der Palais Royaux (entstanden zwischen 1600 und 1900 für insgesamt zwölf Könige; UNESCO Weltkulturerbe). Am Nordosteck kurzer Stopp bei einer Freiluftweberei. Um 10:00 Besuch einer Schmiedewerkstatt im nahen Stadtviertertel Dossoumongbonou (deren Proponenten auch für bestimmte Krankheiten zuständig sind; vielleicht Eisenmangel). Danach kurzer Stopp bei der Statue du Roi Béhanzin. Um 10:30 nach Bohicon und dort (da der Bus für die Eisenbahnunterführungen zu hoch ist) kurz südlich, über den Carrefour Dako (mit Einigkeitsmonument) auf die RNIE 4 und endlich über die normal auf die RN 20 stehende Verbindungsstraße (vorbei am Village souterrain d'Agongointo) beim Kreisverkehr mit Denkmal für die Arbeit der Bauern auf die RNIE 2. Nordwärts über den Fluss Zou durch zahllose Maniokmehl verkaufende Straßenhändler und vorbei an einem verunglückten vielfachtonnigen Rindertransport in Seitenlage nach Dassa-Zoumé ins Jeco Hotel. Dort 12:30 Einchecken und Mittagspause bis 14:00. Danach Fahrt über die RNIE 3 bzw. RNIE 5 durch landwirtschaftliche Gebiete (Erdnüsse, Kassawa, Maniok, Yam - das größer als Maniok ist und hier nur nach Zeremonien gegessen werden darf) etc. über den Fluss Agbado nach Savalou. Am Ortseingang kurzer Halt beim Monument für den Buffalo King. Weiter zur Eröffnungszeremonie des Yamfestivals (Fête de la Nouvelle Igname) zu "Savalou-Silvester" (am 16.8. beginnt hier das Neue Jahr) mit Inthronisation bzw. Vorstellung neuer Könige der umliegenden Stämme. Bunt, lang, heiß, phototrächtig. Vor dem Einsteigen in den Bus zur Weiterfahrt Begegnung mit einem ghanaischen König (dem König von Aflau im Grenzgebiet zu Togo) mit gemeinsamem Photo. Um 16:00 weiter zum Palais Royale de Savalou. Besichtigung (im Inneren an einer Hauswand die strichcodeähnlichen Zeichen des Fâ, eines Glaubens- und Orakel- bzw. Wahrsagesystems der Fon, Ewe und Yoruba), danach zu Fuß hinunter zum nahen Zeremonienplatz rund um zwei heilige Palaverbäume (von Webervögeln besiedelt; hier bespricht der Dorfälteste mit den Bewobnern (bzw. palavert mit ihnen über) Tempelangelegenheiten, Konflikte, Regenmangel, Krankheitsbekämpfungsstrategien etc.). Der für 16:00 angekündigte Trommeltanz Sabada zu Ehren der Erdgottheit (aber auch Regen- und Donnergottheiten werden berücksichtigt) startet um 18:15. Inzwischen Photographieren, Lesen. Es trommeln ausschließlich Männer, es tanzen ausschließlich Frauen aller Altersstufen (Volksschule bis Pension, wenn es letztere gäbe). Auf dem Weg zum Auto Beobachtung des Yamstampfens. 19:00 Heimfahrt ins Hotel von Dassa-Zoumé auf dem selben Weg. 20:00 Abendessen, 21:30 nach mehrfachen Schlüsselkartenproblemen Zimmer. |
| Sa, 15.8.: |
7:30 Frühstück (mit gewöhnungsbedürftigem Baobabsaft), 8:30 Abfahrt auf der stark zerfurchten RN 24 nordostwärts durch grüne, tw. von Seminomaden vom Volk der Fulani in Handarbeit betriebene Agrikulturen (z. B. Reis, Cashewnüsse, Sojabohnen, Baumwolle) und zahlreiche Teakholz- und andere Bäume in das Dorf Miniffi. Ankunft 9:30. Beobachtung des Maskentanzes der magischen Zangbeto-Geister (sie stellen als Teil des Voodookults Nachtwächter im Dienst der Egouns dar). Ihre fransendekorierte, blickdichte, unten offene Kegelform "gebiert" zuckende Phantasiewesen, wird gelegentlich umgeworfen und scheint dann innen leer zu sein. Danach Kampftanz der Egouns (großteils in Tiergestalten prächtig kostümierte Geister Verstorbener, deren Aggression besiegt wird) in einem anderen Dorfteil. 11:30 zurück zum Jeco nach Dassa-Zoumé mit Vorbeifahrt an der Prinzenprozession, die auf dem Colline des Princes nahe dem Hotel enden wird. Ankunft 12:30. 12:45 Mittagessen, 13:30 allein zu Fuß zur Besichtigung des nahen Sanctuaire Marial Notre Dame d'Arigbo mit Basilica und Grotte. 14:00 Zimmer, 15:00 mit dem Bus nach Savalou zur weiteren Teilnahme an den in der gesamten Gegend durchgeführten Feierlichkeiten. 15:45 Audienz beim König von Savalou im Palais Royale. Er beantwortet Fragen und gestattet Photos. Danach zu Fuß an zahllosen Straßenmärkten vorbei zum Zeremonienplatz für eine weitere Egounvorführung (selbes "Drehbuch", größer, prächtiger, aber weniger authentisch als am Vormittag im Dorf). 18:00 mit Zwischenstopp in einem Handyshop (um ein einem Teilnehmer während des Festes gestohlenes Gerät notdürftig zu kompensieren) ins Hotel in Dassa-Zoumé. 19:45 Abendessen, 21:30 Zimmer. |
| So, 16.8.: |
Letzter Tag in Benin. 6:30 Frühstück, 7:30 Abfahrt in den Norden. In Savalou auf die RNIE 3. Auf halbem Weg zwischen Doyissa und Koutago um 8:10 Besichtigung des Dankole Shrines, eines Fetischbaums (bzw. -platzes) zur Erfüllung von Wünschen (die durch das Einrammen von Stöcken bekräftigt woden sind), nach deren Eintreffen dort die vorher versprochenen Opfertiere geschlachtet werden. Nördich davon kein Voodookult mehr. 8:20 weiter (mit kurzer Radarfallenunterbrechung) auf der RNIE 3. Die Anzahl der Moscheen nimmt gegen Norden immer mehr zu. Noch ist alles, in bewirtschafteten oder natürlichem Zustand, grün bewachsen. (In der Trockenzeit wird sich die Farbe auf Gelb und Braun ändern.) 8:50 Besichtigung exemplarischen Dorflebens der Nago in Dompago (Baby werden mit routinierten Techniken gewaschen, Medizin wird gekocht, in der - evangelischen - Kirche Schlagzeug gespielt und gesungen etc.). 9:30 weiter auf derselben Straße über Prékété (Abzweigung zur nahen Togogrenze) durch Cashew- und Teakholzgegenden nach Djougou (12:30). Mittagessen im Motel du Lac mit algerierischer Köchin (gegenüber dem See am Stadteingang). Ab 13:30 nach Copargo, dort links ab ins traditionell animistische Bergdorf Tanéka Béri (laut König etwa 170 Einwohner). Mitbringsel Seifen, Zündhölzer. Ab 14:30 eineinhalbstündiger Besichtigungsrundgang mit Audienz beim König in seinem Palast (einer Rundhütte) und Treffen mit dem ewig Pfeife rauchenden, nur in Ziegenhaut gehüllten (aber voodoofreien) Fetischpriester und Medizinmann des Dorfes, der seine Profession von seinem Großvater gelernt hat. Danach neben Yam- und Erdnussfeldern an einer Gruppe singender und tanzender ins Dorf rückkehrender Brautwerber vorbei zurück nach Djougou und auf der schlaglochübersäten RNIE 6 zum Grenzübergang. Langwierige Emigration (Fingerprints, Gesichtsscan etc.) ab 18:00. Fazit Benin: eine offenbar gut funktionierende, relativ geordnete Demokratie (mit der geringsten Korruption der drei bereisten Länder), deren Erscheinungsbild (z.B. großteils ausgezeichnete Nationalstraßen: auch bei größeren Umwegen empfiehlt es sich aus Zeitersparnisgründen, immer diese zu verwenden) und Gestaltungswille sich von anderen afrikanischen Staaten angenehm absetzt. Die Freundlichkeit, Unaufdringlichkeit und Höflichkeit der Menschen beschämt manchmal die Besucher. Der Anteil der Personen, die prduktiven Tätigkeiten nachgehen, scheint, gemessen am (anekdotischen) Straßenbildeindruck, recht hoch zu sein. Gewisse traditionelle Lebensformen unterliegen einer Erodierung. (Die Regierung hat z.B. Reiseleiter angehalten, zu melden, wenn in manchen Dörfern nach wie vor die nun verbotenen weiblichen Genitalbeschneidungen durchgeführt werden.) Trotzdem ist das Bildungsniveau und der ökonomische Status in entlegenen Gebieten sehr gering. Langwierige Re-Immigration nach TOGO (Fingerprints, Gesichtsscan etc. auf offenbar relativ neuen Geräten, die nun bedient werden wollen). Ab 19:00 (-1) über den Grenzort Kémerida nach Kara, der zweitgrößten Stadt Togos. 20:00 Einchecken im Hotel Kara. 20:15 Abendessen, 21:00 Zimmer. |
| Mo, 17.8.: |
In der Früh heftige Gewitterregen. 7:00 Frühstück, 8:00 Abfahrt. Zunächst bei der ATM der Eco Bank in der Avenue de Général Gnassingbé Eyadéma Geld abheben und in der zugehörigen Geschäftsstelle in kleine Scheine wechseln. Danach Supermarkt ums Eck. 8:30 vorbei am Palais de Congrès de Kara mit Präsidentenstatue auf der N1 nach Norden. Nach der Durchquerung des Atakoragebirges vor Kanté rechts ab, dann links über eine baobabbestückte Sandstraße zur N40 (die in weiterer Folge nach Burkina Faso führt) zurück in die Berge. Über eine durch die Regenfälle der letzten Nacht in Mitleidenschaft gezogenen Brücke über den Koumogou in das Koutammakou Land der Batammariba, die dort seit dem 17. Jhdt. leben (UNESCO Weltkulturerbe). 10:00 Besichtigung der bemerkenswerten Lehmburgen (Takienta) von Bassamba, am Ende Gesang und Tänze. 11:15 zurück nach Kara. Mittagspause im Hotel Kara um 12:45. 14:00 auf der N1 südwärts unter virtuoser Umfahrung eines LKW-Unfalls durch den auch sonst exzellenten Driver Augustin. Durch den Faille d'Aledjo (eine Felsspalte, durch die die Straße führt) mit danach gefährlicher LKW-Absturzstelle in einem affenbestandenen Wald. Durch Teakholzwälder mit kurzem Baustellenaufenthalt (ein Baum wird zugunsten einer Straßenverbreiterung bzw. einer notwendigen -verbesserung gerade gefällt) nach Sokodé, der drittgrößten Stadt des Landes. 16:15 Einchecken im Hotel Lamirel. Pause. 18:30 Abendessen, 19:15 Abfahrt nach Süden. Nach der Markthalle (rechts) und der Mosquée Yéyé-Dji'ngri (links) links ab in die Rue de la Grande Mosquée, um den Verbindungsmann aus dem Zieldorf aufzugabeln. Zur N14 und auf ihr bis 20:00 nach Osten in das Dorf Kparatao. Dort Beobachtung eines Feuertanzes des Tem-Volkes. 20:30 Rückfahrt, 21:15 Hotel. |
| Di, 18.8.: |
7:00 Frühstück, 8:00 Abfahrt in den Süden auf der N1 durch Dörfer, Felder, Teakholzbäume und die ausgedehnte Zuckerrohrplantage der Societe Sino-Togolaise, zahllosen überbeladenen Fahrzeugen (mit meist völlig insuffizienten Abgaswerten) begegnend, nach Atakpamé. 11:15 Stopp bei einem Straßenmarkt im Stadtteil Agbonou. 11:30 vorbei am Odon Tsu Monument (einem Denkmal für das lokale Erntefestival in Form von Yamstampfern) und der monumentalen modernen Kirche Notre-Dame de la Trinité zum ROC Hotel. Dort ab 12:00 Mittagessen. 13:15 auf die N5 nach Südwesten. Über den periodischen Fluss Oule und den Amou tw. während eines Gewitters und heftiger Regenfälle nach Kpalimé zu einer Weberei mit Lehrwerkstatt an der N5 in der Nähe des Ebenezer Hotels 15:30 Besichtigung. 15:45 weiter zu einer naturkundlichen Wanderung: über die Rue du 24 janvier und die Route de Missahoe auf die N13 ins Klotogebirge. Blick auf die Cascade Kamalo. Ab 16:00 Rundwanderung im Bereich von Kouma Konda (Baumerklärungen, Naturtatoos aus Farnkräutern, Herstellen roten Farbstoffs aus Teakholzblättern, Waldmedizin etc.). Besuch eines Künstlerateliers. 17:45 zurück nach Kpalimé mit kurzem Stopp am ehemaligen Bischofspalast und der Cathédrale zum Nachtquartier (Jess Hôtel). Einchecken 18:15. Abendessen 19:30, Zimmer 21:00. |
| Mi, 19.8.: |
7:00 Frühstück, 8:00 Abfahrt zur N11 und auf ihr auf einer typisch afrikanischen roterdigen (Ur)waldpiste zum Togo-Kontrollposten Sevenokopé (Emigration) und ab 9:00, noch auf togolesischem Terretorium, durch Kakaoplantagen zum Grenzübergang in Nyivé wodomé. 9:30 letzte Kontrolle. Fazit Togo: ein im Vergleich zu Benin kleinerer und ärmerer, aber autoritärerer und korruptere Staat (eher eine Präsidialdiktatur mit militärischer Unterstützung als eine Präsidialdemokratie). Trotz deutscher Hilfe geht die Entwicklung zugunsten der Bevölkerung nur schleppend voran. Ein Land mit sehr vielen Problemen (z.B. Shut downs, keine kleinen Scheine um herauszugeben, aber auch keine Kartenbezahlmöglichkeit trotz vorhandener Geräte und funktionierendem Internet), aber auch immer wieder Lösungen. Auch hier sind die Menschen ausnehmend freundlich und angenehm. Über einen kleinen Fluss auf das Staastsgebiet und zum Grenzübergang nach GHANA (240 000 qkm, ca. 35 Mio. Ew. in ca. 70 Volksstämme mit ca. 40 verschiedene Sprachen - es dominiert das Dwi der Ashantiregion -, GDP p. c. 3000 $). 9:45 Immigration im gleich(namig)en Nyivé. 10:45 auf der R50 nach Ho (Hauptstadt des Voltagebietes), dort am Zentralmarkt vorbei auf die N5. 11:30 Mittagsstopp im Chances Hotel. 12:50 in einer Stunde zur N2 und auf ihr südlich nach Juapong und nach der Adomi Bridge (auf ihr zu Fuß hinüber). Ab 15:00 weiter zur N3 und auf ihr nach Krobo (dort Verkehrschaos) zur Besichtigung der Glasmanufaktur Cedi Beads (ab 16:00). Um 16:45 tw. im Regen (tagsüber bedeckt, daher angenehme Temperaturen) zurück. Ab der Brücke auf der R21 zum Voltasee (einem von Schwarzer Volta aus der Elfenbeinküste, Weißer Volta aus Burkina Faso, Roter Volta und anderen Flüssen wie dem Afram gespeisten, zur Zeit seiner Entstehung größten Stausee der Erde). Einchecken im Hotel Afrikiko am Wasser unterhalb der Staumauer im Ortsgebiet von Akosombo um 17:45. Abendessen 19:00, Zimmer 20:30. |
| Do, 20.8.: |
6:30 Frühstück, 7:30 Fahrt im üblichen Schlaglochslalom, mehrere LKW-Unfälle passierend, durch eine grüne Baum-, Palmen- und Bananenlandschaft an zahllosen Totenfeiern ankündigenden oder Lokalkönigen huldigenden Plakaten vorbei zur N2 und auf ihr bis Kpong. Dort auf die N3, in Mampon auf die R40 und in Trom auf die R42. In Nkurakan (Photostopp beim Markt) auf die N3 und auf ihr nach Koforidua (nach einer Mittagesseneinkaufspause in einer Art Food Quater von 11:00 bis 11:20 Photostopp an der Ölkocherei Palm Kernel Processing Factory, einer lokalen Frauenkooperative). Dort Wechsel auf die N4, am Arboretum Bunso Eco Park mit Canopy Walk vorbei, bis zu deren Einmündung in die N6 in New Nsutam. Auf ihr über die Flüsse Birim und Artum nach Westen. Stau in der Goldminenstadt Konongo. 15:10 Einfahrt in den Innenbereich von Kumasi (der zweitgrößten Stadt des Landes mit ca. 2 Mio Ew., Hauptstadt des/der um 1600 gegründeten Ashantireiches / -region, das/die original ohne Zischlaut ausgesprochen wird: Asante). Seit den 80er-Jahren viele aus Kakaogeldern finanzierte zweistöckige Häuser. Auf dem Außenring gegen den Uhrzeigersinn über den Sissayfluss bis zur Ohnenenana K. Oppong Avenue, auf ihr zum Manhyia Palace Museum zur Ashantikultur. Kurze Führung. Um 16:15 weiter durch das Verkehrschaos in den Nordosten der Stadt im Stadtteil bzw. Dorf Adwumakase-Kese zu einem nach dem Begräbnis abgehaltenen traditionellen Totenfest, das das Weiterleben bei den Ahnen ermöglicht, für den 92jährig verstorbenen lokalen König im Beisein von zwei gerne für Photos posierenden Nachbarkönigen (in Schwarz-Rot gehalten, Männer in schwarzer Toga, trommelfellzerreißend laute Musik, allgemeines Tanzen, fröhlich-ausgelassene Stimmung tw. bis zur Extase). Danach Besichtigung des Ortsfriedhofs (ein Pilot bekommt hier z.B. ein Flugzeug als Grabstein). 17:45 zurück in die Stadt und zum Hotel Miklin. 19:15 Einchecken, 19:30 Abendessen. |
| Fr, 21.8.: |
7:00 Frühstück, 8:00 Abfahrt, vorbei an der (O)komfo Anokye-Statue (gewidmet einem Priester des 17. Jhdts., dessen vom Himmel herabgefallener goldener Schemel die Einheit des von ihm mitbegründeten Ashanti-Königreiches symbolisiert), zum größten Markt Westafrikas, dem Kejetia-Markt. Nach der Besichtigung einer der größten Markthallen der Erde (mehrstöckig, auf dem gesamten Markt über 8000 Stände) zu Fuß ins National Cultural Center (von außen Blick ins Prempeh II Jubilee Museum). Ab 9:30 ab in den Süden. Auf der N8/N10 nach Anwiankwanta, ab hier auf der N8. Über den Prafluss, der das Ende der Ashantiregion und den Beginn des Fantivolkes bezeichnet. In Yamoransa auf die N1 und auf ihr nach Cape Coast (der ehemaligen Hauptstadt Ghanas). Über die Nana Mbra IV Avenue am Königsmonument für Osabarimba Kodwo Mbra V vorbei zum Cape Coast Castle. 15:30 Besichtigung des Kastells bzw. der Sklavenburg (die Forts und Kastelle sind UNESCO Weltkulturerbe). Erstehen von zwei Awalé (Owalé)-Spielen. 17:00 am Krabbendenkmal Oguaa Akoto vorbei zurück auf die N1, wo Frauen mit Namenstafeln in einer Reihe in blaue Säcke verpacktes Trinkwasser verkaufen, nach Anomabu ins Anomabu Beach Resort in toller Lage am Atlantiksandstrand. Einchecken um 17:30. Wegen defekter Klimaanlage ist ein Raumwechsel (dort kein Internet) mit Wiedereinpacken nach dem Duschen nötig. Abendessen um 19:00. Kabarettreifes Scheitern der Bezahlung eines Bieres mit Visakarte unter Beteiligung von Bar, Restaurant und Rezeption. Zimmer 21:00. |
| Sa, 22.8.: |
7:00 Frühstück, Bierbezahlung mit Karte nun ohne Probleme an der Rezeption. 8:00 Abfahrt. Auf der N1 vorbei an der University of Cape Coast (einer - zumindest nach eigenen Angaben - höchstgerankten Unis in Westafrika) nach Elmina, einer Kolonialstadt. Dort über die Rawlings High Street zum Fort Coenraadsburg und dem Saint George's Castle / São Jorge da Mina, dem ersten europäischen Gebäude in Westafrika (1482; 1637 von den Holländern erobert, später britisch). Besichtigung des sagenhaft pittoresken Fischereihafens und Spaziergang durch den hochbetriebsamen Fischmarkt an der Benya-Lagune, danach Führung durch die nahe holländisch-portugiesische Sklavenburg. Ab 10:45 ein Stück zurück und über eine Abkürzung an Gefängnissen (Cape Coast Prison und Cape Coast Maximum Security Prison) vorbei zur R82. Auf ihr nach Abrafo Odumase und knapp dahinter in den Kakum National Park (tentatives UNESCO Weltkulturerbe). Mit einer Rangerin ab 12:00 Waldrundgang über einen Hügel mit Canopywalk (7 Seilbrücken). 13:15 Mittagspause im Nationalparkrestaurant. 14:00 Abfahrt zurück zur N1 und auf ihr mit Blick auf das Fort Amsterdam (1638 von den Briten als Fort Cormantin gegründet, 1665 nach der Erobetung das erste holländische Kastell in Ghana) nach Abandze. Beobachtung einer Geschenkdarbringungsprozession im Rahmen eines Trauerfestes in Anokyi. Auf großteils schlechten, tw. neu gebauten Straßen u. a. über die Flüsse Pratu, Ayensu, Densu und Odaw, die großangelegte Shopping City West Hill Malls passierend, in die Landeshauptstadt Accra (die Region hat ca. 5,5 Mio. Ew.). 19:30 Einchecken im Urbano Hotel im Stadtteil Osu etwas südlich vom Ghana Prison Service. 20:00 Abendessen, 21:30 Zimmer. |
| So, 23.8.: |
7:00 Frühstück, 8:30 bei relativ wenig Verkehr (Sonntag) Abfahrt zur Stadtbesichtigung. Zunächst vorbei am Jubilee House (Präsidentenpalast), dem Accra Ghana Temple, dem National Theatre, dem Kwame Nkrumah Memorial Park mit Mausoleum, dem alten Law Court Complex neben dem Supreme Court of Ghana, dem alten Parliament House, dem alten Post Office und der Methodistenkathedrale nach James Town, dem ältesten Teil Accras. Aussteigen am Jamestown Lighthouse. Rundgang durch Old Accra (Cleeland Loop, wo die hier lebende Minderheit der Ga Fußball und Boxen betreibt) zum Meer (Beobachtung von fischbearbeitenden Frauen) und zurück zum Leuchtturm. (Die ghanaische Küste wird Gold Coast genannt.) Im Bus weiter zum Ussher Fort (1649 von den Holländern als Fort Crèvecœr gegründet, 1868 von den Briten übernommen und nach dem Administrator der Goldküste und Ornithologen Herbert Taylor Usher benannt), daneben James Café, dann vorbei am neuen Law Court Complex zum Black Star Gate am tribünenbestandenen Black Star Square (Unabhängigkeitsplatz) mit Liberation Day Monument gegenüber dem Accra Sports Stadium. (Kapazitöt ca. 40 000. Die Arena hieß früher Ohene Djan Stadium und sah 2001 die größte Stadionkatastrophe Afrikas, als während einer Stampede 126 Menschen getötet wurden.) Nach einem Photostopp weiter ins National Center for Arts and Culture of Ghana (einem Souvenirmarkt). Um 10:45 vorbei am Osu Castle (Christiansborg Fort; nach 1660 als wichtigster Posten der Dänen gegründet) zum kuriosen Sargtischler Erico Carpentry Shop gegenüber dem Beginn des Labadi Beaches. Besichtigung. Danach zum Kauf von Ghanaschokolade ins Shopping Center Marina Mall neben dem Atlantic Tower. Schließlich am El-Wak Stadium vorbei zurück nach Süden in die erst ab 12:00 offene Artists Alliance Gallery (Omanye House). Besichtigung der dort ausgestellten farbenprächtigen afrikanischen Kunst. 12:45 in 15 min zur Mittagspause ins Jamestown Coffee Co. in der Osu Close. Um 14:15 in wenigen Minuten ins Hotel zu Reisevorbereitungen. Nach dem Auschecken um 17:00 mit dem Bus zum Accra International Airport. Abflug um 21:30. Fazit Ghana: das größte und einzige englischsprachige der bereisten drei Länder zeigt deutlich höheren Standard (Bausubstanz, Straßeninfrastruktur) als Benin oder gar Togo. Die Infrastrukturprobleme sind trotzdem virulent, werden jedoch (z.B. im Straßenbau) angegangen, sodass in Jahr(zehnt)en mit einer Besserung zu rechnen ist. Die Freundlichkeit der - hier selbstbewusster, offensiver und direkter auftretenden - Menschen bleibt jedoch dieselbe. |
| Mo, 24.8.: |
Ankunft in Brüssel (BELGIEN) um 6:10 (+2), Weiterflug ab 10:20, 11:30 Ankunft in Wien-Schwechat. Fazit Reise: in drei fast touristenlosen Ländern ein stakkatoartiger Input an Eindrücken, die in ihrer überwältigenden Vielfalt nicht immer sofort zur Gänze verarbeitet bzw. abgespeichert werden konnten, getragen von den fulminanten Leistungen von Guide und Fahrer, die das unbequeme Auto, die strapaziösen Fahrten über insuffiziente Straßen und kleinere Dysfunktionalitäten im Hotelbereich (manchmal) vergessen ließen. Die Konfrontation mit unterschiedlichen fremdartigen Kulturen und Bräuchen eröffnete neue Deutungsraster bzw. Vergleichsparameter zur eigenen bzw. bereits manchen anderswo rezipierten Lebensformen. Vieles (die Einzigartigkeit westafrikanischer Märkte, die Voodookultur, die Lehmburgen, das Dorfleben mancher Stämme etc.) wird man in anderen Regionen schwer finden können. (Die Reise wurde von den Agenturen Kneissl Touristik und Ikarus Tours sowie der lokalen Agentur TransAfrica durchgeführt.) |
Ghana, Togo, Benin:

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